Inga Lühning – André Nendza

Tracklist

  1. Graceland (Paul Simon) 5:13
  2. Brain works (André Nendza) 3:22
  3. Wölfe mitten im Mai (Franz-Josef Degenhardt) 5:04
  4. Secret heart (Ron Sexsmith) 4:54
  5. Entfernung (Inga Lühning) 5:35
  6. Take heart (Inga Lühning) 3:41
  7. Deep water (Inga Lühning, Jens Bachmann) 4:39
  8. Blame it on the boogie (M. Jackson, D. Jackson, E. Krohn) 4:04
  9. Vorstadtfeierabend (Franz-Josef Degenhardt) 5:58
  10. Sunmaker (Inga Lühning) 3:21
  11. No reason (André Nendza) 3:26
  12. Before sunrise (André Nendza, Anne Hartkamp) 4:18

produced by

Inga Lühning & André Nendza

Executive producer

Philipp van Endert & André Nendza

Musicians

Inga Lühning: vocals, loops, claps, whistles, snaps, kazoo
André Nendza: double bass, electric bass, bass slit drum, loops, vocal percussion

About the album (german)

Beginnen wir faktisch: gegründet wurde das Duo 2016, aber die musikalischen Wege der Sängerin Inga Lühning und des Bassisten André Nendza kreuzten sich auch zuvor immer mal wieder. Kennengelernt Anfang des Jahrtausends bei einer Studioproduktion, sang Inga einige Jahre später als Gast auf dem zweiten Album „Spectacles“ von André Nendza’s A-tronic. Knapp zehn Jahre später war dann die Zeit endlich reif, die musikalische Zusammenarbeit auf eine beständige Basis zu stellen. Es folgten Proben, bei denen musikalisches Material auf Duo-Tauglichkeit geprüft wurde. Erste Testgigs, um die fragile Besetzung auf festen Boden zu stellen. Weitere Konzerte und ein Live-Video-Mitschnitt im Kölner Loft. Und nun die erste CD „Hodgepodge Vol.1“. Im Kern – klassisch jazzmäßig – live aufgenommen, wurden die Aufnahmen durch den Toningenieur Christian Heck mit Liebe zum Detail zu einem besonderen Klangerlebnis verfeinert.

Und dieses Klangerlebnis lebt im Wesentlichen von Klarheit. Manchmal nur eine wunderbare Stimme und einige tiefe Noten des Basses. Die Essenz der Musik. Melodie und Grundton als Ausgangspunkt der Reise. Weiter zu den vielfältigen Möglichkeiten dieser vermeintlich reduzierten Besetzung. Mit dem Ziel, eine Bandbreite von größtmöglicher Transparenz bis hin zu fast orchestralen Momenten zu schaffen. Dabei kommen, im Sinne der klanglichen Abwechslung und der unvoreingenommenen Spielfreude, neben den Hauptinstrumenten auch Klatschen, Fingerschnipsen, Kazoo, Bass-Schlitztrommel und manches mehr zum Einsatz. Loops machen auf der Bühne manchmal Ärger, sorgen aber bei einigen Stücken für einen wunderbaren ostinaten Fluss. Auch dieser Klangfarbenreichtum lässt die CD keinen Moment langweilig werden, sondern lädt vielmehr zum wiederholten Hören ein.

Die Klarheit der Besetzung spiegelt sich auch im Grundthema der Auswahl des musikalischen Materials. Es dreht sich immer um Songs. Hier allerdings setzen Lühning-Nendza bewusst auf fantasievolles Durcheinander. Und so wird der Titel der CD „hodgepodge“ im Sinne von wildem Mischmasch zum Programm.
Das Duo geht elegant den weiten Weg von der vermeintlichen Leichtigkeit der „Jackson 5“ zu der wortgewaltigen und zuweilen düsteren Welt Franz-Josef Degenhardts und finden auch bei Paul Simon und Ron Sexsmith höchst Inspirierendes. Zudem neue und zum Teil völlig andersartige Versionen ihrer eigenen Kompositionen. Deutsche Songs stehen neben englischen Titeln. Alles ist erlaubt, nichts wird durch ein zu stringentes Konzept erdrückt. Sowohl bei den Interpretationen der Fremdkompositionen als auch bei der Gestaltung der eigenen Stücke für diese Besetzung geht es Lühning und Nendza darum, das Wesen der Stücke zu erhalten und diese zugleich mit großer Leichtigkeit in die eigene Welt des Duos zu transportieren. Gegensätze und Brüche werden dabei zusammengehalten durch die persönliche Stimme und Ausdruckskraft der beiden Musiker.

Inga Lühning und André Nendza gelingt mit „Hodgepodge Vol.1“ eine vielfältig kreative musikalische Achterbahnfahrt, die die beiden Musiker und das Publikum gleichermaßen in ihren Bann zieht und dadurch schon jetzt Lust auf eine Fortsetzung macht.

Release Date: 2017/11/24
Catalogue-No.: 5100JS