Tria Lingvo
(Lemke/ Nendza/ Hillmann)

Tracklist

  1. Humming
  2. Fool’s Hands Hope
  3. (The Structure of) Culinary Vegetables
  4. Trahison
  5. Passing
  6. Cyan Cycle
  7. Good Reason
  8. Voyage
  9. Steve is Stuck on the M-Train
  10. Malev

produced by

Deutschlandfunk & Tria Lingvo

Executive producer

Philipp van Endert

Line up

Johannes Lemke – soprano saxophone
André Nendza – upright bass
Christoph Hillmann – drums, prepared drums, Udu, Garrahand, Kalimba

About

Am Anfang: ein fast harmonisches und doch harmonieinstrumentloses Trio mit einer Idee von einer Musik zwischen den Stühlen. Jazz und Ethno. Eine dritte Sprache, eine „Tria Lingvo“. Keine Bandleader-Band, sondern ein Kollektiv, das zu funktionieren scheint. Alle schreiben, alle kümmern sich. Erste Konzerte, die erste CD „El Arte“, dann noch mehr Konzerte. Das alles unter dem Logo „Lemke Nendza Hillmann“. Ein sehr langer Name. Die Veranstalter nehmen das Projekt wahr und nennen es „Johannes Lemke Trio“. Oder auch „Hillmann Nendza Lemke“. Manchmal auch „El Arte“. Das Publikum kommt trotzdem. Die drei Musiker treffen ihre Zuhörer gerne. Im Konzertsaal, im Club und gerne auch in Kirchen. Erzählen Geschichten. Musikalisch und in, je nach Stimmung, auch aus- ufernden Ansagen. Ernsthafte Musik mit Spaß von der Rampe gebracht. Und: Die Suche nach musikalisch Gleichgesinnten beginnt. Als Erster: der filigrane Ramesh Shotham. Eine weitere CD, „Kyrillis“ mit dem wunder- baren Geiger Dominique Pifarély als Gast. Auch mit ihm der Drang auf die Bühne. Sie spielen überall, wo man sie lässt. Immer noch als „Lemke Nendza Hillmann“. Man nennt es zwischendrin auch mal „André Nendza Trio“. Oder auch „Kyrillis“. Rundfunkmitschnitte und viele Kilometer durch das ganze Land. Zerbrechen einen Geigenbogen in Madgeburg. Spielen vor 10 Leuten in Rostock und vor 500 in Schwäbisch Gmünd. Teilen einen feinen Rhabarberkuchen mit dem Hank Roberts Trio. Dann auch gerne weitere musikalische Abenteuer mit dem ungarischen Violinisten Zoltan Lantos und dem englischen Posaunisten Marc Bassey. Tolle Musiker. Mit ih- nen die dritte CD „Tria Lingvo“. Die Zuhörer mögen die Musik immer mehr. Und auch die Presse. Die schreibt gar davon, dass „es kaum ein anderes deutsches Jazzalbum, das ähnlich spannend und abwechslungsreich ist, wie dieses“ gibt („Jazzpodium“). Das Trio freut sich und: macht weiter. Spielt auf der „jazzahead“ bei der German Night. Eröffnet das Festival „Vive Le Jazz“. Bleibt stur bei dem Namen „Lemke Nendza Hillmann“ und wird trotzdem gerne mal „Ensemble Christoph Hillmann“ genannt. Oder, immer öfter, „Tria Lingvo“. Das allerdings beginnt dem Kollektiv zu gefallen.

Die Idee zur vierten CD bekommt mit einem Angebot zur Aufnahme im Konzertsaal des Deutschlandfunks feste Nahrung. Die Band greift gerne zu und will die fast 10jährige Entwicklung des Trios als Trio festhalten. So live und pur – „At Its Purest“ – wie möglich. Schreibt sich dafür ein neues Programm auf den Leib. Denn: Man mag „Lemke Nendza Hillmann“ mit Gästen, man mag es aber auch als vitales Kleinstensemble. Reduzieren dafür auch das Instrumentarium. Travel light and easy. Nendza verzichtet auf seine Bass-Schlitztrommel, Lemke spielt nur noch Sopran. Nur Hill- mann darf weitermachen wie bisher.

Und bringt in Gestalt der Garrahand wiederum ein neues Instrument mit einer dazugehörigen Komposition mit. Bei einer Reihe von Konzerten wird das neue Material festgezurrt und lockergespielt. Begeisterung über die Bandbreite der neuen Stücke. Weite Flächen treffen auf konkrete Grooves. Sangliches auf Abstraktes. Im Kern: Jazz, weniger als Stil denn als Hal- tung. Dann: Vier Tage im Deutschlandfunk. Entspannte Menschen arbeiten mit dem und für das Projekt. Und die drei Musiker spielen, ohne Kopfhö- rer, direkt in die wunderbare Akustik. Lernen dabei, denn Ausbessern ist nicht möglich, mit den kleinen Fehlern zu leben. Beginnen sogar, diese zu mögen. Stehen in einem ganz großen Raum ganz eng zusammen und machen: ihre Musik. Und nennen sich Tria Lingvo.

Release Date: 2012/10/26
Catalogue-No.: 5058JS